Hochtour Weissmies

Letzter Besuch

Juli 2026
Dauer
Saas Almagell - Almagellerhütte: 3.5h
Almagellerhütte - Weissmies - Saas Almagell: 11.5h
Variante Furggstalden - Almagellerhütte: 3.5h
Anreise
Mit Bahn und Bus bis Saas Almagell. Für die Variante Furggstalden kann die Sesselbahn benutzt werden.

Wegbeschreibung

1. Tag
Furggstalden (1902m) - Chüelbrunnji (2053m) - Amagelleralp (2192m) 1.5h - Almagellerhütte SAC (2892m) / T3 / 3.5h
Von der Seilbahn-Bergstation führt ein unterhaltsamer Weg über Treppen, Leitern, befestigte Felspassagen und Hängebrücken ins Almagellertal (T3). Das Restaurant in der Almagelleralp mit seinen riesigen Steintischen in der Gartenwirtschaft bietet sich an für einen Zwischenhalt. Der Pfad führt über Alpenweiden tiefer ins Tal und dann hoch zur Almagellerhütte.
Die Normalroute von Saas Almagell (1671m) zur Almagelleralp führt in vielen Kurven nicht allzu steil durch bewaldetes Terrain (T2).
Von der Almagelleralp führen zwei Routen zur Almageller Hütte. Die eine zweigt kurz vor dem Restaurant in den Südhang ein. Die andere führt erst dem Talgrund entlang. Die Pfade beider Varianten sind ähnlich beschaffen. (T2)

2. Tag
Almagellerhütte SAC - Zwischbergenpass (3270m) 1h - Weissmies (4013m) 4.5h - Almagellerhütte 8h - Saas Almagell (1671m) / WS / 2a / 11.5h
Frühstück gibt's um 4 Uhr morgens, dann ist Abmarsch in Richtung Zwischenbergenpass. Ab hier ist die Kopflampe nicht mehr nötig. Der Südgrat zum Weissmies ist im unteren Bereich eher schwierig zu begehen, so steigen wir auf der Ostseite über Firnfelder hoch bis etwa 3450m. Ab hier bilden wir, wenn erwünscht, Seilschaften und es folgt eine spannende Kletterei im 2.Grad. Ab einer Höhe von etwa 3700m bei einer Gedenkplatte wird es steiler und wir kommen an etwa 2-3 Schlüsselstellen vorbei. (An dieser Stelle kehrten wir 2024 nach 4 stündiger Kletterei um, weil die Gruppe zu langsam vorankam). Wir erreichen ein Plateau mit Firnfeld und ziehen die Steigeisen an. Wenn wir nicht bereits am Seil gehen, ist dieses auch hier nicht nötig. Wir erreichen nach etwa 200m den letzten Felsaufbau und steigen ihn ohne Steigeisen hoch. Es folgt nochmal ein Schneefirn und wir stehen auf dem Gipfelplateau. Der Rückweg ist derselbe, wenn die Konditionen es nicht zulassen (wie im Jahr 2024 und 2x im Jahr 2026), nach Hochsaas abzusteigen.

Hütte

Almagellerhütte SAC (2893m)
Brunnen, Bach, ein grosser Aussenbereich mit Tischen lädt zum Verweilen ein. In den Zimmern gibt es genügend Stauraum. Allerdings sind die Matratzen eher schmal. Die Nasszellen sind wie in manchen Hütten eher knapp bemessen. Morgen früh wollen alle Bergsteiger gleichzeitig raus, zumal es nur zwei Frühstückszeiten gibt, entweder 4 Uhr oder 7 Uhr. Das führt zu Gedränge beim Frühstücksbuffet, WC-Anlagen und Garderobe.

Fazit

Ein absolut lohnenswerter 4000er. Zu erwähnen, dass wir ein andermal die Tour unangeseilt durchführten. Die Blockkletterei über den Südgrat ist einfach und macht richtig Spass. Ausgesetzte Stellen gibt es keine, ausser man versteigt sich. So kann je nach Erfahrung der Teilnehmer auf das Seil verzichtet werden. Wenn nach Hohsaas abgestiegen werden kann, wird die Hochtour mit einem Gletscher-Abschnitt komplettiert. Zudem entfallen etliche Höhenmeter, die nicht abgestiegen werden müssen.