
Juli 2026
Dauer1.Tag: Brüsti - Hobiel: 4.25h
2.Tag: Hobiel - Rugghubelhütte SAC: 6.75h
3.Tag: Rugghubelhütte SAC - Brisenhaus SAC: 8.75h
4.Tag: Brisenhaus SAC - Niederbauen: 7.5h
Bis Attinghausen mit Bahn und Bus und mit der Seilbahn bis Brüsti. Die Rückreise führt mit der Seilbahn von Niederbauen nach Emmetten und von dort mit Postauto und Bahn zurück.
Brüsti (1531m) - Surenenpass (2291m) 2.5h - Blackenalp (1773m) - Hobiel (1673m) / T2 / 4.25h
Ein gut ausgebauter Pfad führt erst über einen Grat, später umgeht man einen Schuttkegel und steigt dann hoch zum Surenenpass. Vor uns haben wir die steile Ostflanke des Titlis, unter uns die Alpweiden der Blackenalp. Wir steigen ab ins Tal zum Blackenboden und von dort ist es nicht mehr weit bis zur Alp Hobiel.
2. TagHobiel - Fürenalp (1840m) - Wissberg (2627m) 2.75h - Leiteren oben 3.5h - Rotband - Hindrist Griessenboden - Rugghubelhütte SAC (2296m) / T5- / 6.75h
Ueber Alpweiden geht es 200 Höhenmeter aufwärts zur Fürenalp. Wir steigen den blau-weiss markierten Pfad hoch zum Wissberg. Erst über Wiesen, später durch felsiges Gelände erreichen wir in leichter Kraxelei (T4-) den Gipfel. Wir geniessen die Aussicht zum markanten Gipfel des Hahnen. Aus dieser Perspektive versteht sich, weshalb der so heisst. Von hier oben zeigen sich auch die Wegspuren über einen Schutthang zum Fussteil der berüchtigten Rotbandleiter. Was nun folgt ist abenteuerlich. Beim Abstieg vom Wissberg in die Lücke, darf man nicht abrutschen. Es folgt die Querung eines Schutthanges. Der Pfad ist äusserst schmal. Immerhin ist das Gelände nicht allzu rutschig. Wir erreichen die Leiter. Sie endet über dem Abgrund. Zum Einstieg gelangen wir über ein kurzes kettengesichertes Felsband. Man könnte sich mit Klettersteigset sichern. Nun geht's über eine Handvoll Stahlleitern hoch. Die unteren stehen beinahe senkrecht. Später nimmt die Neigung zu. Der Ausstieg oben ist wiederum mit Ketten gesichert. Nach kurzer Rast gehen wir dem Hang entlang ins Fulenwasserteufi Tal. Wegspuren und Steinmannli führen uns in die Senke, welche wir möglichst weit oben erreichen. Nun wird die Wegfindung etwas tricky. Das Karstgelände ist ziemlich unübersichtlich. Hügel und Senken lösen sich ab. GPS hilft, die Richtung zu halten. Irgenwo treffen wir auf Steinmannli und blaue Wegpunkte. Diese führen Richtung Norden ins Griessental. Irgendwo in einem Schuttkegel verlieren wir die Spuren. Wir halten uns so weit nördlich wie möglich, so dass wir nicht weit absteigen müssen. Im Boden angelangt geht's nun wieder über Felsbänder hoch. Wir halten uns nun streng nach Osten in Richtung Rugghubelhütte. Irgendwann erreichen wir Alpenweiden und gelangen zur Hütte.
3. TagRugghubelhütte SAC - Rot Grätli (2549m) 1h - Bannalp Pass (2249m) - Chaiserstuel (2400m) 2.5h - Schonegg Pass (1913m) - Punkt 1538m) - Geissboden (1605m) 5h - Steinalper Jochli (2157m) 6.25h - Brisen 2404m 7h - Peters Lücke (1970m) - Unter dem Stock (1711m) - Brisenhaus SAC (1753m) / T3+ / 8.75h
Die konditionell anstrengenste Etappe führt erst hoch zum Rot Grätli. Interessant ist der Abstieg über gesicherten Fels und Schneefelder. Einem Geröllhang entlang geht es zum Bannalp Pass. Vor uns befindet sich der markante Grashubel des Chaiserstuels. Bald stehen wir oben. Weiter geht's auf blau-weiss markiertem Alpinpfad erst dem Grat lang, dann über einen steilen Grashang hinunter zum Schonegg Pass (T3). Wir steigen weiter ab bis zum Geissboden. Die nun folgenden 500 Höhenmeter haben's in sich. Stetig geht's nun hoch. Mit Gewicht auf der Schulter und bei Mittagshitze erreichen wir das Steinalper Jochli. Wir geniessen die Brise. Weiter geht's hoch zum Brisen. Ueber einen Schutthang führt ein schmaler Pfad (T3+) zur Lücke. Nach ein paar weiteren Minuten stehen wir auf dem Brisen und geniessen die Aussicht über den Vierwaldstätter See. Über den Haldigrat steigen wir ab und erreichen über die Peterslücke das Brisenhaus.
4. TagBrisenhaus SAC - Steinalper Jochli (2157m) - Risetenstock (2290m) 1.5h - Hinter Jochli (2105m) - Schwalmis (2246m) 2.75h - Bei den Seelenen - (1967m) - Jochlistock (2070m) 3.75h - Gandispitz (1996m) 4.25h - Zingel Lückli (1877m) - Oberbauenstock (2117m) 6h - Niederbauen (1570m) / T4+ / 7.5h
Auf der heutigen Tour braucht es eine Portion Schwindelfreiheit. Wir steigen gleich mal hoch zum Steinalper Jochli. Gehen einem relativ breiten Pfad dem Steilhang entlang zur nächsten Lücke und über Alpenweiden erreichen wir den ersten Gipfel, den Risetenstock. Gegenüber steht der Schwalmis. Weit in der Ferne zeigt sich der Oberbauenstock. Sollen wir den Schwalmis besteigen oder nicht? Wir tun es und der Entscheid ist richtig. Der Aufstieg durch einen Felsenriegel macht Spass. Ueber einen Wiesengrat erreichen wir den Gipfel. Zurück in der Senke treffen wir auf skurile Alpseeli. Nun beginnt das Schlüsselstück. Ueber einen schmalen Grat führt ein weiss-blauer Pfad via Jochlistock zum Gandispitz. Das Gelände wird wieder etwas weniger abschüssig. Ab der Zingel Lücke geht's nun stetig hoch in Richtung Oberbauenstock. Nach der Abzweigung Schwiren beginnt der Kraxelteil welcher teilweise mit Ketten gesichert ist. Oben auf dem Gipfel geniessen wir die Sicht über den Vierwaldstättersee. Zurück geht's erst zur Abzweigung Schwiren, dann steil runter über felsiges Gelände. Einen Schuttkegel querend erreichen wir die Alpenweiden von Niederbauen und erreichen nach einer weiteren halben Stunde die Bergstation Niederbauen, wo unsere Tour endet.
Ein Familienbetrieb mit Massenlager. Etwa 2 Dutzend Kühe verbringen den Sommer hier zusammen mit Hund, Hasen und Hühner. Zum Abendessen gibt es eine riesige Portion Aelpler Makronen. Abends um Acht Uhr erteilt der Alpöhi den Alpensegen. Man geniesst die Sicht auf die Spannörter. Ein tolles Erlebnis einmal ausserhalb des SAC Betriebes.
Rugghubelhütte SAC (2296m)Professionell geführte Hütte mit zahlreichen Wandergästen und Jugendgruppen. Zimmer mit Schlafkojen sind im Vergleich zu Massenlager mit Matratze neben Matratze ein absolutes Plus. Trinkwasser gibt es vom Wasserhahn. Draussen befindet sich ein Brunnen zum Waschen. Die Nasszellen sind in Ordnung, das Essen auch.
Brisenhaus SAC (1752m)Etwas altbacken aber die Zimmer mit den Doppelbetten sind geräumig, bieten genügend Platz. Die Spaghetti Carbonara schmeckte ausgezeichnet. Sonnenuntergänge sind von hier oben ein Erlebnis.
Spannende 4-tages Tour. Leichter Einstieg am 1. Tag, dann der spannungsgeladene 2. Tag mit der Leiterpassage und der Querung des Karstriegels, wo ein guter Orientierungssinn wichtig ist. Der 3. Tag fordert etwas Durchhaltevermögen beim Aufstieg vom Gitschnen zum Brisen. Am 4. Tag wiederum ist Schwindelfreiheit ein absolutes Muss.