
Juni 2026
DauerSteingletscher - Tierberglihütte SAC: 3.5h
Tierberglihütte - Westgrat - Gwächtenhorn - Göscheneralp-See Staudamm: 11.25h
Mit Bahn und Postauto bis Steingletscher und retour vom Göscheneralp-See
1. Tag
Steingletscher (1863m) - Parkplatz (2100m) - Tierberglihütte SAC (2798m) / T4- / 3.5h
Vom Steingletscher führt ein Pfad bis zum Parkplatz unterhalb der Tierberglihütte. Von dort geht's 700 Höhenmeter hoch über teilweise aperes felsiges Gelände bis zur Hütte.
2. Tag
Tierberglihütte SAC - Gwächtenhorn Westgrat 2.5h (3290m) - Gwächtenhorn (3404m) 4.5h - Sustenlimi (3078m) 6h - Chelenalphütte SAC (2340m) - 8.25h - Punkt (1809m) - Punkt (1951m) - Göscheneralp-See Staudamm (1760m) / WS / 3a / T4- / 11.25h
Der Einstieg in den Steingletscher ist gleich unterhalb der Hütte. Über eine Geröllflanke 20-30m hinunter und man steht auf dem Gletscher. Wir gehen erst ostwärts um eine steinige Insel herum und dann in Richtung Westen der Chelenlücke entgegen. Kurz vor der Einstiegsstelle zum Westgrat gibt es ein paar Spalten, die im Frühsommer noch mit Schnee bedeckt sind. Vorsicht ist geboten. Beim Einstieg in den Fels besteht Staugefahr. Schliesslich ist hier die Schlüsselstelle. Die ersten 5m sind vielleicht eine 3a. Der Vorsteiger geht am besten bis zum Grat hoch. Es sind etwa 25m. Bis zum Gipfel folgt nun eine genussvolle Gratbegehung. Meistens bewegt man sich auf dem Grat. Gewisse Stellen kann man links umgehen. Bald stehen wir auf dem Gipfel. Von der Ostseite reicht der Gletscher bis ganz nach oben. Der Abstieg ist somit einfach. Das Gelände ist spaltenarm. Beim Sustenlimi gibt es eine weitere Kraxelstelle. Die Steigeisen behalten wir an, denn es geht nochmal auf Firn. Wir halten uns nahe am westlichen Ende des Schneefeldes und gehen nach dem Gletscherende dem Bachbett lang über schuttiges Terrain. Auf der westlichen Moräne führt ein Weg runter bis zur Chelenalphütte SAC. Von hier sind es nochmals 3 Stunden bis zum Staudamm des Göscheneralpsees. Und es geht nicht nur abwärts, sondern zusätzliche 150 Höhenmeter hinauf.
Tierberglihütte SAC (2798m)
Erstmal vorweg, wenn eine Hütte ausgebucht ist, wird es überall eng. Auf der oberen Bettenetage zu schlafen, ist ebenfalls mühsam, vor allem, wenn nicht jedes Bett einen Abstieg hat. Dann kommen die Doppelbett Kojen, die nach Corona nicht entfernt wurden. Sammelt sich dicke Luft drin an. Nun ja, Platz ist in den Zimmern wenig vorhanden. Die Küche ist in Ordnung. Draussen ist es ebenfalls Ok. Der Brunnen fehlt. In Nasszellen und Umkleidungsraum ist genügend Platz vorhanden. Frühstück gibt es ab 4 - 7 Uhr durchgehend. Das ist ein Vorteil. Der Gletscher befindet sich vor der Haustür, oder ein paar Dutzend Meter unterhalb, wird auch geschätzt.
Interessante Hochtour mit einer genussvollen Felspassage. Der Abstieg über das Sustenlimi ins Göschenertal machen die Tour abwechslungsreich. Der letzte Teil mit seinen zusätzlichen 150 Höhenmetern bei brütender Hitze sind ermüdend. Eine 3a gibt es wegen des Einstiegs vom Gletscher in den Grat. Etwas Klettergeschick braucht es da schon.